Mindestens haltbar bis siehe Ende.

Texte von Hans Georg Hildebrandt, mehr oder weniger aktuell.

Es zählt nur einer, und zwar ich. Aus einer FB-Debatte mit einem Libertären

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HG: «Mir geht es vor allem darum, dass eure Verständnis von Staat und Politik die Umwelt einfach ignoriert, weil sie keinen Preis für sich durchsetzen kann. Wann immer man mit Libertären über das Klima oder die an Plastik erstickenden Ozeane redet, kommt nur noch Quark. Ansonsten finde ich den Ansatz gut, dem Menschen möglichst viel Verantwortung für sich selbst zu geben. Es funktioniert nur einfach nicht.»

Replik: «Keine Ahnung, wen du mit «ihr» meinst. Wahrscheinlich ist die Gruppe, die landläufig als Libertäre bezeichnet wird, viel zu heterogen, als dass man alle über einen Kamm scheren kann.

Was denn Umweltschutz, speziell den Plastik in den Ozeanen angeht, ist es einfach so, dass es kein Plastiksäckli weniger im Pazifik hat, wenn man hier alle Plastiksäckli aus dem Verkehr zieht. Mit dem Klima verhält es sich ähnlich. Ausserdem ändert sich das Klima so oder so, unabhängig davon, was der Mensch tut oder lässt.

Aber ich rede hier nur aus meiner persönlichen Sicht. Es gibt sicher Libertäre, die das anders sehen. Für mich ist die Menschheit nur eine Episode auf dem Planeten Erde. Schon mal überlegt, wie lange es Dinosaurier gegeben hat, bevor sie ausstarben und warum? Seit wann gibt es denn die Menschen und wie lange noch? Die Erde wird das überleben und es wird andere Lebensformen geben. Einfach nicht so selbstsüchtig sein.

Was genau funktioniert nicht? Dem Menschen viel Verantwortung zu geben oder kann der Mensch damit nicht umgehen?

Natürlich funktioniert es nicht, weil in diesem Fall, gewisse Menschengruppen viel zu viel Macht abgeben müssten. Und das macht leider niemand freiwillig.

Diese Erkenntnis ist leider noch nicht zu allen libertären Träumern durchgedrungen.»

HG: «Wenn die Zeiten nicht so nationalistisch wären und die Leute mit ihrem Müll nicht so viele, wäre das alles wunderbar. Aber in der heutigen Welt verhindert das weder einen Krieg gegen Länder mit einem Gemeinschaftsgefühl noch eine rasch schlechter werdende Lebensqualität schon für die Generation unserer Kinder. Wie du sagst – Träumereien, die aber doch in der Lage sind, dringend notwendige Veränderungen aus Egoismus zu blockieren.»

Replik: «Wenn ich deinen Text richtig interpretiere, hast du überhaupt nicht verstanden, was ich geschrieben habe.»

HG: «Das Gefühl ist gegenseitig.»

Written by hghildebrandt

8. Februar 2018 um 11:04 pm

Veröffentlicht in im Vorbeigehen

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