Mindestens haltbar bis siehe Ende.

Texte von Hans Georg Hildebrandt, mehr oder weniger aktuell.

Das Ende der Schweiz (according to Newsweek)

with one comment

Den Artikel http://www.newsweek.com/id/233207 sollte man sich nicht entgehen lassen. Liest sich wie aus «Spiegel Online» übersetzt und noch etwas zusätzliche Säure zugegossen.

Achtung, dies ist kein Medienblog. Aber sich einen Kommentar zu folgendem Satz zu verkneifen, wäre ja albern: „Today, however, Switzerland’s cities are grubby, its trains run late, its highways are always under repair, and its politicians often seem provincial.“ Welche von diesen Vorhaltungen stimmt? Ich weiss nur eine. Und dass der Verfasser von Neid getrieben ist. Man kann allerdings kaum bezweifeln, dass schlechte Presse auf Dauer schadet, auch wenn das meiste nicht stimmt oder sich auf temporäre Phänomene bezieht, die über den Horizont des Verfassers hinausgehen.

Der letzte Abschnitt ist trotz doofer Generalisierungen und abwesenden Newswerts einen Gedanken wert: „Still another myth, much touted at home and by Euro-skeptics elsewhere, has been Switzerland’s purported freedom from EU shackles.“ Da ist natürlich was dran. Die EU-Frage muss demnächst neu gestellt werden, und es wird schwierig, einen Weg an der Mitgliedschaft vorbei zu finden; wir sind als Nettozahler einfach zu sexy, wenn PIIGS mit leeren Taschen dastehen.

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Written by hghildebrandt

12. Februar 2010 um 5:14 pm

Veröffentlicht in im Vorbeigehen

Eine Antwort

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  1. Tja, unsere innere Swissness ist oft so was von morsch. Ich wundere mich noch heute, wie schnell meine Umgebung bereit war, plötzlich alles an der Swissair schlecht zu finden, was zuvor ihr ganzer Stolz war. Man heult mit der Meute – Journalisten leider oft inklusive. Es ist unsäglich. Dabei wird damit nichts gewonnen. Natürlich ist Kritik, und zwar sehr gründliche, wichtig. Aber jede Pauschalisierung ist verdächtig. Vollkritiker sind allzu oft Halbwisser und Nachsager.
    Liegt in der Natur der Sache, irgendwie, denn wir sehen einen Teil des Ergebnisses, aber immer nur einen Bruchteil der dazu gehörenden Ursachen.
    Dass das Kind im Brunnen liegt, heisst eben NICHT, dass immer sofort klar ist, wie es da hinein gefallen ist.
    Und nicht nur wir dürften die Erfahrung machen, dass man uns im Ausland noch viel weniger „kennt“, als dass wir das selber tun…

    Thinkabout

    16. März 2010 at 5:59 pm


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